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Der Kaffee ist ein Strauch, der in Plantagen auf ca. 2,50 m gehalten wird, der aber wildwachsend bis 8-10 m hoch werden kann. Er zählt zur botanischen Klasse der Rubiaceae (Rötegewächse) und es gibt mindestens fünfzig verschiedene Sorten davon. Doch werden nur zwei angebaut: Arabica und Canephora (oder Robusta). Die Pflanze hat charakteristische lanzenförmige, fleischige Blätter, bildet sehr duftende weiße Blüten und Steinfrüchte aus, die in Trauben wachsen. Die Früchte nehmen mit der Reifung eine intensive kirsch-rote Farbe an.
Arabica-Kaffees wachsen in größeren Höhen, sind gegen hohe Temperaturen und Parasiten empfindlicher; Robusta-Kaffees sind viel resistenter, leben auch in niedrigen Höhen gut und bei Temperaturen, die oft die 30° übersteigen. Arabica-Kaffee gilt im Allgemeinen als wertvoller als Robusta und zum Teil ist er es auch, denn in der Tasse ist er aromatischer, süßer und bestimmt milder, aber Robusta-Kaffee ist geschätzt, denn er ist körperreicher, cremiger und schaumiger.
Die Variablen, die zur Bestimmung einer besseren oder schlechteren Qualität dienen, sind jedoch sehr viele und oft sind manche Robusta-Kaffees sogar viel hochwertiger (und teurer) als Arabica-Kaffees.
Was bestimmt also die Qualität?
Das Anbaugebiet: Der Boden ist mehr oder weniger reich, mehr oder weniger bewässert, höheren oder niedrigeren Temperaturschwankungen ausgesetzt, usw…
Die Erntemethode: nicht alle Kaffeekirchen reifen zur selben Zeit und da sie in Trauben wachsen, ist es nicht einfach, nur die vollkommen reifen zu pflücken. Die noch grünen Kirschen geben den Mischungen einen bitteren Geschmack, die überreifen können beim Gärprozess den Geschmack einer ganzen Ernte verderben!
Es gibt zwei Erntemethoden: Bei der Stripping-Methode werden Maschinen eingesetzt. Sie ist schneller, weniger anstrengend und billiger, aber natürlich können die Früchte nicht richtig sortiert werden. Sie ist für große Plantagen und
für Produzenten angebracht, die sehr große Mengen in der Zeiteinheit aufbereiten müssen. Viele Unternehmen, die diese Kaffees kaufen, setzen dann weitere Maschinen für die letzte Aussortierung der Beeren durch Farbmethoden ein. Diese Maschinen können aber die kleinen Farbunterschiede nicht erfassen.
Die Picking-Methode ist dagegen die händische Erntemethode. Die Kaffeekirschen werden einzeln ausgewählt und gepflückt. Es ist leicht zu verstehen, dass diese Methode viel kostspieliger ist, mit einer geringeren Leistung, für auserwählte, nicht besonders große Plantagen geeignet, aber das Endergebnis ist zweifellos besser.
Die Aufbereitungsmethoden nach der Ernte: Der „natürliche“ Kaffee wird nach der Ernte in der Sonne getrocknet. Es ist die älteste, aber auch die einfachste Methode. Sie braucht aber große Räume und trockenes Klima. Der „gewaschene“ Kaffee wird mit komplexen Methoden behandelt - in großen Wasserbecken oder unter laufendem Wasser –, die eine kontrollierte natürliche Gärung ausnutzen.
Man braucht 100 l Wasser für einen Kg Kaffee! Es ist eine schwierige und nicht immer einsetzbare Methode, aber sie garantiert bessere Qualitätsergebnisse: Die verschiedenen Stufen des progressiven Waschverfahrens erlauben eine genaue Aussortierung, die die Abwesenheit schadhafter Bohnen bei abgeschlossener Verarbeitung sichert.
Der Ort und die Aufbewahrungsmethode: Man muss auf Feuchtigkeit, Hitze und Parasiten aufpassen. Kaffeebohnen werden gewöhnlich in Jutesäcken aufbewahrt, aber der edelste in der Welt, der berühmte Blue Mountain-Kaffee aus Jamaica wird in den typischen Holzfässern verschifft.
Unterschiede zwischen den verschiedenen Kaffeesorten, den Verarbeitungsverfahren, den verschiedenen Qualitätsniveaus usw… sind mit einem Wenig Erfahrung schon im grünen Kaffee erkennbar. Nach der Röstung wird alles schwarz und scheinbar gleich, aber… man braucht keine Erfahrung, um die Unterschiede herauszuschmecken, wenn man ein Tässchen Kaffee an der Bar trinkt, weil das Gute universal ist und allen schmeckt!
Gesundheitliche Aspekte
Gesundheitliche Aspekte zu Kaffee finden Sie hier.
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