Kay Bojesen

Die Kay Bojesen Holz-Figuren des dänischen Designers Kay Bojesen sind weltbekannt und gehören seit vielen Jahrzehnten zu den Klassikern der Wohnraumdekoration. Hochwertige Hölzer, bunte Farben, fröhliches Design und bewegliche Elemente machen diese Figuren zu unverwechselbaren Unikaten.

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Kay Bojesen

Kay Bojesen - der Designer

Sein Talent und seine Liebe zu schönen, kreativen und handgearbeiteten Gegenständen entdeckte Kay Bojesen bei Georg Jensen, bei welchem er von 1906 bis 1910 eine Lehre als Silberschmid absolvierte. Seine Ausbildung setzte er in Deutschland fort und arbeitete danach als Silberschmid in Paris und Kopenhagen. 1913 gründete Kay Bojesen in Kopenhagen seine eigene Firma, 1922 gestaltete er erste Holzspielzeuge, die zunächst vom dänischen Jugendstil, danach von einem eher funktionalistischen Stil geprägt waren. Im Jahr 1930 verkaufte er sein Geschäft und wurde Künstlerischer Leiter bei Bing & Grøndahl. Doch bereits im Jahr 1932 eröffnete er erneut ein eigenes Geschäft in Kopenhagen (Bredgade 47) in direkter Nähe zum Schloss Amalienborg und belieferte von dort aus die ganze Welt mit seinen ausgefallenen Holzarbeiten. Posthum wurden im Jahr 1964 einige seiner Arbeiten auf der documenta III (in der Abteilung Industrial Design) in Kassel gezeigt. 

Egal was Kay Bojesen schuf, bei allem legte er allergrößten Wert auf die handwerkliche Qualität seiner Produkte. Hierbei wurde er unterstützt von der Möbeltischlerei Brdr Krüger, die 1886 als Drechslerei gegründet worden war. Der jetzige Inhaber Niels Krüger hat als Lehrling bei Mons Monsen, dem Drechslermeister von Kay Bojesen, gearbeitet - heute liegt die Produktion in seinen bewährten Händen. Anfang der 90er gründeten die Enkel von Kay Bojesen die Marke "Kay Bojesen Denmark", die seitdem zur Rosendahl Design Group gehört und die Lizenz für alle Holzprodukte hält.

Kay Bojesen - seine Kreationen

Eine total geniale Idee hatte Kay Bojesen zum 70. Geburtstag von König Christian X.: Er kreierte dessen Leibgarde in Form von vier stattlichen, über einen Meter großen, bunt lackierten Gardisten in Galauniform, die den König grüßten, als er durch die Bredgade zum Schloss ritt. Dieses Ereignis machte natürlich Furore und blieb nicht ohne Folgen - die Gardisten gingen im Jahr 1942 in Kleinformat erfolgreich in Serie. Das nächste Projekt von Kay Bojesen war ein Weihnachtsmann, den er jedoch nicht nur verkaufte, sondern auch großzügig an Kinder und kindliche Seelen unter den Kunden verschenkte. Bald stand diese Figur zur Weihnachtszeit in jedem zweiten dänischen Haushalt. 1951 wurde Kay Bojesen aufgefordert, eine Garderobe für eine Kindermöbelausstellung zu entwerfen. Er löste das Problem auf unvergleichlich fantasievolle und charmante Weise, indem er sich einen Affen ausdachte, dessen lange Arme den Kleiderhaken auf Kinderhöhe bringen. Das war die Geburt eines Synonyms für dänisches Design der 50er und 60er Jahre und ist es geblieben bis heute. Der Affe ist nicht nur Dekoration, er ist Gebrauchsgegenstand und Kult-Objekt gleichermaßen, beliebt bei Jung und Alt. Weitere wunderschöne Holzfiguren von Kay Bojesen sind zum Beispiel Vögel, Pferde, Elefant, Hund, Bär, Papageitaucher, Kaninchen ........jede Figur fantasievoll in einem Design, bei dem die Linien lächeln und dem Betrachter Freude schenken.

Doch bei allem Erfolg seiner Holzspielzeuge würde man Kay Bojesen nicht gerecht werden, ihn nur darauf zu reduzieren. Kay Bojesen war einer der kreativsten Köpfe seiner Zeit. So gilt zum Beispiel sein Besteck "Grand Prix" von 1938 noch heute als moderner Klassiker, den seine Enkelin gerade wieder aufgelegt hat. Im Laufe seines Lebens hat Kay Bojesen mehr als 2000 Objekte aus Silber, Holz, Bast, Porzellan, Glas, Zink, Bambus und Melamin entworfen, stets nach dem Motto: "Es muss immer ein bisschen Zirkus dabei sein."

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