Wolfgang Mock - Zusammenfassung eines Interviews

Der Ursprung der heutigen "Mockmills" gehrt zurück bis in das Jahr 1978: Schon bevor er selbst zum Entwickler und Erbauer von Getreidemühlen wurde, hatte Wolfgang Mock den Wunsch, das Brot für sich und seine Familie selbst zu backen und das Getreide hierfür zu Hause frisch zu mahlen. So kaufte er sich 1977 eine elektrische Mühle mit Mahlsteinen, die ihn jedoch nach anfänglicher Begeisterung nicht zufrieden stellte - für Wolfgang Mock war damit der Grundstein als Entwickler für Getreidemühlen gelegt. Sein Bestreben war es, eine bessere Mühle zu bauen und so entstand seine erste Getreidemühle, von seiner damals achtjährigen Tochter kurzerhand "hawos" getauft. Diese wurde von der dann weiterentwickelten "Komo Fidibus Classic"- Getreidemühle abgelöst, die im Jahr 1997 auf den Markt kam. Doch sein Forscher- und Erfindergeist, beseelt von dem Gedanken gesunder, naturbelassener Lebensmittel, die leicht zu Hause verarbeitet werden können, ließ ihn nicht zur Ruhe kommen. Sein Traum war eine erschwingliche, preiswerte Mühle für jedermann! Und so brachte er im Jahr 2015 mit dem Mockmill-Mahlvorsatz für Küchenmaschinen und 2017 mit den selbstständig arbeitenden Getreidemühlen Mockmill 100 und Mockmill 200 eine neue Mühlengeneration auf den Markt mit genau den Komponenten, die ihm für eine leistungsstarke Getreidemühle schon immer vorschwebten: große Mahlsteine, 360 Watt-Motor, 100/200 g/Minute feinstes Mahlgut.

Damit dieses Ziel jedoch auch umgesetzt werden konnte, brauchte Wolfgang Mock für seine neue Getreidemühlen-Generation auch ein überzeugendes Material, günstiger als das bisher verwendete Massivholz. Auf seiner Suche stieß er auf die Firma Tecnaro - Gesellschaft zur industriellen Anwendung nachwachsender Rohstoffe -, entstanden 1998 als ein Spin-Off aus dem Fraunhofer Institut. Tecnaro hat in den knapp 20 Jahren ihres Bestehens rund 3.500 Rezepturen für erdölfreie Kunststoffersatzwerkstoffe entwickelt und dafür viele Preise gewonnen. Diese Granulate aus nachwachsenden Rohstoffen - auch der Holzbestandteil Lignin als Abfall aus der Papierherstellung - sind zwar auf den ersten Blick deutlich teurer als Kunststoffe als Erdöl, nicht jedoch auf den zweiten Blick und auf Dauer gesehen, wenn man die Kosten der Umweltschäden durch Erdöl-Produkt und die Kriege um Erdöl und die damit verbundenen Flüchtlingsströme betrachtet. Somit leistet Wolfgang Mock auch mit dem von ihm für die Gehäuse der Mockmill verwendeten Material  Arboblend® einen großen Beitrag für Nachhaltigkeit und eine gesunde Umwelt.  

Doch bis in das Jahr 2017 war es ein langer und für Wolfgang Mock oftmals mühsamer Weg. In seinen Anfängen war die Bevölkerung in Sachen gesunder, bewusster Ernährung und Schonung der Ressourcen weitaus unaufgeklärter und auch unempfänglicher als die Menschen der heutigen Zeit. So wurde er mit seiner Theorie, Getreide frisch zu mahlen und das Brot ohne Zusatz- und Hilfsstoffe selbst zu backen, immer wieder milde belächelt, Spinner und Körnerfresser war eine normale Bezeichnung. 

"Weizenwampe" - so heißt das spektakuläre Buch, das derzeit mit der Behauptung der Unverträglichkeiten und krankmachenden Wirkung von Weizen die Ängste der Menschen schürt. Darauf angesprochen, erklärt Wolfgang Mock in seinem Interview, dass die verschiedenen Beschwerden größtenteils nicht auf den Weizen selbst, sondern auf die Verarbeitung des Weizens zurückzuführen sind. Seine Theorie: Brotbacken sollte Handwerksarbeit bleiben, die den Teig lange aufgehen lässt, was ja nichts anderes bedeutet, als dass die Bakterien und die Hefen im Teig genau die Stoffe umbauen und zerlegen, die dem Brot-Konsumenten Schmerzen bereiten. Er verweist hierbei auf eine Studie der Uni Hohenheim, die resümiert ....................."Es kommt vielmehr darauf an, wie der Teig aus dem Getreide zubereitet wird."

 

Wolfgang Mock im Interview

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