1. Schälen, schnippeln, schmücken - Küchenmesser für die Feinheiten im Groben

Vor dem Kartoffelgratin steht das Kartoffelschälen, vor dem Rohkostteller das Schälen, Schnippeln und Putzen und wenn es einmal besonders dekorativ auf dem Teller zugehen soll, werden Gemüse und Obst hin und wieder geschnitzt - diese mehr oder weniger alltäglichen Aufgaben können lästig bis leidig sein, mit dem richtigen Messer aber auch Spaß machen, schnell und präzise von der Hand gehen. Selbst wer selten in der Küche zu Werke tritt, sollte sich daher eine entsprechende Grundausstattung oder einen kompakten Alleskönner für derlei Arbeiten anschaffen. Bei den Messerformen und Klingenschliffen gibt es jedoch selbstverständlich Unterschiede.

Kochmesser

Klassische Kochmesser sind aufgrund ihrer Größe und der Klingenlänge für Laien oftmals etwas einschüchternd und wirken weder kompakt noch sonderlich handlich - dabei sind sie durchaus nicht nur für grobe Arbeiten geeignet. Das breit, geschwungene Klingenblatt und die Länge der Schneide bieten sich zum wiegenden Schneiden beziehungsweise zur Wiegetechnik an. Gerade diese Technik ist wiederum ideal für kleineres und feineres Schnittgut, wie beispielsweise Kräuter. Der breite Klingenrücken und das stabile hintere Schneidenende eignet sich hingegen zum Hacken kleinerer Knochen und zu vergleichenden Schnittguts. Allzu groß und grob sollten die Lebensmittel beim Hacken aber nicht sein. Vor größeren und härteren Knochen kapituliert das Kochmesser. Zwischen den Extremen von Wiegen und Hacken kann mit dem Kochmesser ebenfalls gearbeitet werden. Grobe oder kleine Würfel, Julienne Streifen, Stäbchen (für die Experten Bâtonnets) können mit Messern dieser Art angefertigt werden. Das macht sie zu Allround-Talenten in der Besteckschublade. Dank der breiten Klinge lassen sich geschnittene Lebensmittel sogar wunderbar aufnehmen und in Topf, Pfanne oder Schüssel geben.

Tourniermesser - Schälmesser

Durch die nach unten geschwungene Klinge und die schmale Spitze weisen Tourniermesser eine annähernde Säbelform auf. Die Schneide ist verhältnismäßig kurz, was das Hantieren damit erleichtert. Die Klingenform und der einfach zu kontrollierende Umgang ermöglichen ein schnelles und sparsames Schälen "rundlicher" Lebensmittel, wie beispielsweise von Kartoffeln oder Äpfeln. Wenn diese Variante der Küchenmesser auch passend zu diesem Verwendungszweck als Schälmesser bekannt ist, kann es doch mehr leisten. Die schmale Spitze erlaubt unter anderem das Auslösen von Verfärbungen, bietet sich jedoch auch zum Schnitzen von Dekorationen an.

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