6. Obst und Gemüse schneiden - Von der Kirsche bis zum Kürbi

s Gemüse und Obst sind gesund, keine Frage. Das Schneiden, Schnippeln und Schälen ist aber oftmals mühsam und stellt an die Schneidewerkzeuge besondere Herausforderungen. Klebrige, süße oder besonders stärkehaltige Sorten benötigen Messer mit wenig Haftung. Hartschalige Sorten erfordern Schneidewerkzeuge mit hoher Griffigkeit. Weiches pflanzliches Schnittgut hingegen scharfe Messer, die beim Einsatz einen sehr geringen Druck ausüben. So groß wie die Vielfalt der süßen und herzhaften Früchte ist, so verschieden sind auch die dafür geeigneten Küchenmesser. Mit den folgenden Informationen kann in Zukunft aber stets das passende Messer für die jeweilige Aufgabe ausgewählt werden.

Klein, fein und weich: Konvexe Wellenschliffe und Spitzen

Reife Pflaumen, zarte Kirschen oder Pfirsiche - vor allem bei Steinobst treffen häufiger gespannte Haut beziehungsweise Schale und ein sehr weiches, teils faseriges, Fruchtfleisch aufeinander. Sinnvoll für die Bearbeitung sind daher spitze Zacken an den Klingen. Diese dringend schnell und ohne viel Druck durch die Schale und schneiden das Fleisch glatt und präzise. Bei einem härteren oder unebenem Äußerem sind konvexe, "zackige" Wellenschliffe ideal. Bei festen aber zugleich druckempfindlichem Schnittgut, wie beispielsweise Tomaten oder Auberginen bieten sich hingegen die nach außen gewölbten konkaven Wellenschliffe an. Schmale oder doppelte Spitzen können von Vorteil sein, wenn sie zum Aufspießen des Schnittguts verwendet werden sollen.

Hackmesser für das große Gemüse

Kohl, Kürbis, Melone - einige Obst- und Gemüsesorten sind bereits aufgrund ihrer Größe eine Herausforderung beim Schneiden. Hinzu kommt noch die harte Konsistenz der Schale. Hackmesser sind hierfür die passende Lösung. Bei Melonen und Kürbissen reicht in der Regel eine einzige Hackbewegung aus, um eine gezielte und glatte Öffnung der Schale zu erreichen. Zu verdanken ist das dem spaltenden Effekt derartiger Messer. Bei Kohl, Kräutern, Sprossen und dergleichen können Hackmesser sogar zur vollständigen Verarbeitung eingesetzt werden. Eine Orientierung kann hier die asiatische Küche sein, in der der Großteil der vorbereitenden Schneidearbeiten mit Santoku, Yanagiba und hackenden Messern mit gerade Klinge erfolgt. Eben dieses hackende Vorgehen entspricht aber nicht den europäischen Schneidetraditionen. Hier liegt der Fokus eher auf wiegenden und ziehenden Schneidetechniken. Diese Gewohnheiten machen Küchenmesser mit einer nach außen gewölbten Klinge sinnvoller - auch wenn sich hierbei ein allmählicher Wandel zu vollziehen scheint.

Kochmesser für Gemüse, Kräuter und Obst

Ob weiche und elastische Pilze, knackiges Gemüse oder frische Früchte und Kräuter - wann immer größere Mengen an Obst und Gemüse zerkleinert werden müssen, ist ein traditionelles Kochmesser die beste "Universal"-Wahl. Die dünne, starre Klinge mit leichtem Schwung ermöglicht einen geraden Aufsatz auf die Unterlage ebenso wie eine leichte Wiegetechnik. Aufgrund der schmalen Spitze können festere Schalen angestochen werden, um ein einfacheres Schneiden zu ermöglichen. Die breite Klinge der Kochmesser erlaubt zudem ein Aufnahmen und Transportieren des zerkleinerten Schnittguts.

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