9. Aufschnittmesser, Käsemesser, -schneider und -hobel

Wenn dank des passenden Brotmessers die glatten, geraden Scheiben mit Knusperkruste auf dem Teller liegen, fehlt noch der passende Belag. Hier kommen die Käsemesser ins Spiel - und diese müssen mit einer Herausforderung der besonderen Art zurechtkommen, denn: Weichkäse klebt nur allzu gern an der Klinge fest, Hartkäse zerbröckelt schnell und mittelharte Käsesorten können von der falschen Klinge unansehnlich strukturierte Schneideflächen erhalten. DAS Käsemesser gibt es also nicht. Wohl aber passende Messer für den jeweiligen Härtegrad.

Weichkäse - Das richtige Messer fürs Klebrige

Für das saubere Schneiden von Camembert und Co. bieten sich zwei mögliche Messerarten an. Klassisch sind Klingen mit Aussparungen. Aufgrund der durchbrochenen Klinge bietet diese Art der Käsemesser eine geringere Oberfläche für das Anhaften von cremigen Weichkäsen. Ähnlich der Aussparungen können auch Messer mit Ätzungen auf der Klinge ein Ankleben und damit Beschädigen weichen Käses verhindern. Durch die Ätzungen ist die Klingenoberfläche ebenfalls nicht vollständig durchgängig, sondern weist ein tieferliegendes Muster auf. Die Linien und Formen erzeugen einen Abstand, der das Ablösen des Weichkäses deutlich vereinfacht. Bei sehr weichen und sehr klebrigen Sorten ist die Ätzungen aber nicht immer ausreichend.

Mittelharter Käse - Käsemesser für präzises Schneiden

Mittelharte Käsesorten sind eigentlich unproblematisch. Sie kleben in der Regel nicht stark an der Messerklinge, sind aber dennoch biegsam genug, um nicht zu brechen.

Käsemesser

Die bereits erwähnten Käsemesser mit Ätzungen auf der Klinge sind für diese Varianten also ideal. Wem es schwer fällt, mit einem solchen gerade Scheiben zu schneiden oder wenn häufiger große Käselaibe portioniert werden sollen, sind Käsemesser mit zwei Griffen eine sinnvolle Investition. Diese erlauben eine sichere, gezielte und einfache Kraftverteilung entlang der Schneide.

Käseschneider

Käseschneider haben keine Klinge, sondern sind stattdessen mit einem oder zwei Drähten ausgestattet. Der Abstand zwischen Schneidedraht und stabilisierender Basis bestimmt die Scheibendicke. Ein Schärfen ist bei dieser Variante des Käsemessers nicht von Nöten und auch das Risiko des Anhaftens ist sehr gering. Zudem fällt es leicht, gerade und gleichmäßig dicke Scheiben abzuschneiden. Dafür muss das Schnittgut allerdings dick genug sein und die fixierte Schnittdicke wird nicht immer der individuellen Vorliebe entsprechen.

Käsehobel

Darf es etwas dünner sein? Für hauchfeine Scheiben sind Käsehobel bestens geeignet. Eigentlich ist diese Sonderform der Käsemesser auf Hartkäse ausgelegt, bei gut gekühltem mittelharten Käsen kann sie aber ebenfalls zum Einsatz kommen. Darüber hinaus dürfen Käsehobel als Sparschäler bei Obst und Gemüse zweckentfremdet werden und können sogar edle Trüffel in zarte Scheiben verwandeln.

Hartkäse - Käsemesser für die Krümeligen

Lange gereifte und dadurch trockene Hartkäse, wie Parmesan und Manchego sind alles andere als einfach zu schneiden. Ihre hohe Trockenmasse sorgt dafür, dass sie schnell zerbrechen oder gar zerbröseln und dann alles andere als ansehnlich sind. Eine mögliche Lösung hierfür sind die erwähnten Käsehobel. Allerdings muss der Hartkäse dafür noch vergleichsweise flexibel sein. Bei sehr trockenen Sorten empfehlen sich hingegen Käsemesser mit einer gedrungenen, sehr kurzen und spitz zulaufenden Klinge. Derlei Varianten erlauben eine effiziente Kraftübertragung - schneiden den Käse aber nicht völlig. Stattdessen sind sie auf die Spaltung und das sanfte aber gezielte Brechen des Käses ausgelegt. Extra-Tipp: Wenn Die Käseplatte um Wurst bereichert werden soll, darf ein Aufschnittmesser mit wellenförmiger Klinge nicht fehlen. Ebenso wie die Brotmesser werden Messer dieser Art mit Wurstvarianten fertig, die eine harte Schale aufweisen oder wie Salami insgesamt fester sind.

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